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Sie
haben sich nach reiflicher Überlegung für einen Labrador als neues
Familienmitglied entschieden!!!
Bevor Sie endgültig dem Charme der wonnigen Welpen erliegen, sollten Sie sich
noch einmal ernsthaft mit einigen Gedanken zu der Rasse auseinandersetzen.
Der Labrador ist der typische Familienhund. Er fühlt sich nur dann richtig
wohl, wenn er im Kreise seiner Familie sein darf. Auf keinen Fall sollte er
überwiegend im Zwinger oder sonst wie außerhalb des Hauses gehalten werden,
in dem seine Bezugspersonen leben.
Da diese Tiere eine sehr enge Beziehung zu ihren Besitzern aufbauen, bereiten
ihnen längere Trennungen verständlicherweise Kummer und Sorgen. Diesen Aspekt
sollten Sie gründlich bedenken, wenn Sie z.B. berufstätig sind oder in Ihrer
Freizeit viel Zeit mit Aktivitäten verbringen, bei denen Ihr Hund allein
zuhause bleiben müsste.
In diesem Zusammenhang sollten Sie und Ihre Familie sich darüber einig sein,
wie in Zukunft die Gestaltung der schönsten Wochen im Jahr – Ihr Urlaub –
aussehen soll. Ihr treuer Begleiter würde es nicht verstehen, wenn er Ihre
Freude und Abenteuer nicht teilen dürfte. Gerade wenn Sie gerne wandern,
schwimmen oder Ski fahren, finden Sie in einem Labrador einen idealen und
begeisterten Mitstreiter.
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Aber
nicht nur im Urlaub sondern vielmehr tagtäglich sollten Sie überlegen, ob Sie
ihm genügend freien Auslauf in der Natur und das richtige Maß an Bewegung bieten
können. Da er gerade im Wasser in seinem Element ist, sollte er sooft wie
möglich die Gelegenheit haben, dies ausgiebig zu genießen.
Neben
einer artgerechten Bewegung benötigt Ihr intelligenter Labrador eine
sinnvolle Beschäftigung. Vielleicht gibt es auch in Ihrer Nähe eine
Möglichkeit zum Training mit Gleichgesinnten. Für nähere Auskünfte stehen
Ihnen die Ansprechpartner der Retriever-Clubs gerne zur Verfügung.
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Neben
den Überlegungen, die das Umfeld Ihres neuen Familienmitgliedes betreffen,
sollten Sie außerdem den auf Sie zukommenden finanziellen Aspekt nicht
unbedacht lassen.
Zusätzlich zu den einmaligen Anschaffungskosten und vielleicht Ausgaben wie
Einzäunung des Gartens oder Transportsicherung in Ihrem PKW müssen Sie
während des hoffentlich recht langen Lebens Ihres Retrievers mit ständig
wiederkehrenden bzw. unverhofft auftretenden Ausgaben rechnen:
Qualitativ hochwertiges Futter entsprechend dem jeweiligen Alter
- Steuern und
Haftpflichtversicherung
- Leinen,
Körbchen, Spielzeug, sonstiges Zubehör
- Regelmäßige
Impfungen und Entwurmungen
- Kosten für HD-
und ED-Röntgenuntersuchung
- Sonstige
Tierarztkosten und evtl. Operationen.
Die Aufzählung ist garantiert nicht abschließend.
Wenn Sie mit Ihrem Welpen sich einer Welpenprägungsgruppe anschließen möchten
und vielleicht später aktiv in einem Verein mit Ihrem Retriever arbeiten
möchten, entstehen Ihnen ebenfalls Ausgaben für Mitgliedsbeiträge,
Fahrtkosten, Ausrüstung usw..
So „süß“ und unschuldig die Kleinen in ihrer Welpenkiste auch auf den
Betrachter wirken können, sollte man nicht vergessen, dass gerade
heranwachsende Labradore recht lebhaft und ungestüm sein können. Sie sind
ständig auf Erkundungstour und entdecken Sachen im Haus und Garten, an die
man als stolzer Hundebesitzer keinen Gedanken verschwendet.
- Glauben Sie uns, wir wissen wovon wir reden -.
Wenn Sie trotzdem weiterhin der Auffassung sind, der Labrador ist der
richtige Hund für die nächsten Jahre Ihres Lebens, und das können die
nächsten 15! sein, dann beglückwünschen wir Sie zur Ihrer Wahl und hoffen,
Sie verbringen genauso viel glückliche Momente wie wir sie bisher erleben
durften.
Ihr neues kleines Familienmitglied sollte jedoch auch an dieser Stelle die
Möglichkeit haben, seine Wünsche und Bitten an seine zukünftigen Menschen zu
richten.
- Mein Leben dauert
10 – 15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten.
Bedenke es, eh’ Du mich anschaffst.
- Gib mir Zeit zu
verstehen, was Du von mir verlangst.
- Pflanze
Vertrauen in mich – ich lebe davon.
- Zürne mir nie lange
und sperre mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, Dein
Vergnügen, Deine Freunde – ich habe nur Dich.
- Sprich manchmal
mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die
Stimme, die sich an mich wendet.
- Wisse, wie
immer an mir gehandelt wird – ich vergesse es nie.
- Bedenke, eh' Du
mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner
Hand zerquetschen könnten, dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen
mache.
- Ehe Du mit mir
schiltst, bedenke: Vielleicht plagt mich ein ungeeignetes Futter,
vielleicht war ich zu lange den Unbilden des Wetters ausgesetzt oder ich
habe ein verbrauchtes Herz.
- Kümmere Dich um
mich, wenn ich alt werde – auch Du wirst einmal alt sein.
- Geh jeden
schweren Gang mit mir. Sag nie: „Ich kann so was nicht sehen“ – oder „es
soll in meiner Abwesenheit geschehen“ Alles ist leichter für mich mit
Dir.
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